Mein Leben mit Hunden

Als Kleinkind träumte ich immer wieder von Pferden. Leider musste ich dann beim Erwachen feststellen, dass es wieder mal nur ein Traum war.
Als ich 12 Jahre alt war, bekamen wir einen Welpen und mein ganzes Leben änderte sich. Der "Deutsch Kurzhaar" Rüde - Benno genannt - sollte ein richtiger Jagdhund werden. Ich verbrachte meine gesammte Freizeit mit ihm und wir wurden fast unzertrennlich. Sogar nachts schlüpfte er (unerlaubt) unter meine Bettdecke. Trotzdem wurde er der beste Jagdhund meines Vaters. Sobald der nämlich das Gewehr nahm, wusste Benno, dass er jetzt eine andere Aufgabe hat.

1990 kam dann Flocky zu uns. Er war ein kleiner Mischlingshund und optimaler Spielgefährte und Begleiter meiner Kinder. Wir hatten ihn fast überall dabei und das änderte sich erst, als er mit 8 Jahren blind wurde. Zu Hause war es für ihn kein Problem, nicht sehen zu können. Mit 15 Jahren verließen ihn dann die Kräfte und er verabschiedete sich von uns. Bestimmt lebt er jetzt in einer anderen Welt glücklich weiter.

Nico kam 2000 zu uns und wir wurden 2003 bei der ÖRHB (Österreichische Rettungsbrigade) Mitglied. Als Rettungshelfer nahmen wir an über 20 Einsätzen teil.

Seit 2007 besuche ich mit Nico und Basco (2007 geb.) im Rahmen meines Projektes „Best friend", Kindergärten und Schulen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich Ängste abbauen und die Kinder offen werden.

2008 legte ich nach einer Ausbildung zur Hundemasseurin, die Prüfung beim Tierarzt ab. Damals hatten meine eigenen Hunde Hüftprobleme und ich wollte sie unterstützen. Danach war ich in Tierheimen und in Tierkliniken wo ich vielen Hunden mit Gelenksproblemen half und dafür sorgte, dass sie nach Operationen ihre Mobilität schneller wieder erlangten.

2010 begann ich als Tierarztassistentin zu arbeiten und machte die Ausbildung zum Hundefriseur. Seither durfte ich mit verschiedensten Hunderassen Bekanntschaft machen und Erfahrungen mit dem Scheren, Trimmen und Schneiden sammeln. Für mich ist es immer wieder eine Freude, Vierbeiner pflegen und verwöhnen zu dürfen.

Um mich noch besser einfühlen zu können, absolvierte ich 2011 eine Ausbildung in der Tierkommunikation, was mir persönlich zu viel mehr Verständnis verhalf und mein Einfühlungsvermögen stärkte.

Ich wusste, in der Physiotherapie gibt es noch viel mehr Möglichkeiten Tieren zu helfen. Deshalb begann ich verschiedene Bücher zu lesen.

2012 war es dann so weit. Ich hatte die richtige Weiterbildungsmöglichkeit gefunden. Fünf Monate lang besuchte ich die Kurse und legte im Dezember die Prüfung zum APM Therapeuten (Akupressurmassage nach Dr. Penzel) für Hunde ab. Ich habe erkannt, dass viele Probleme nicht nur den Gelenksapparat betreffen und mit der traditionellen ganzheitlichen Energielehre der Chinesen besser gelöst werden können.

Natürlich werde ich jetzt nicht aufhören. Es gibt viele Informationen in Büchern und auch interressante Weiterbildungsmöglichkeiten im Massagebereich, die ich noch erforschen möchte. Daher werden mir die Bücher, wie auch die Hunde, mein ganzes Leben begleiten.

Hunde sind nicht das ganze Leben - aber sie machen das Leben ganz!